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Vom Bauer zum Agrarökonomen: Die hohen Anforderungen an Landwirte
Die Arbeitswelt unterliegt einem ständigen Wandel. Der Einsatz von Maschinen und später die Computerisierung haben Berufsbilder gründlich geändert. Arbeitnehmer und Selbstständige sehen sich neuen Herausforderungen gegenüber. Ein weiteres Merkmal der heutigen Zeit ist, dass diese Veränderungen von Arbeitsprozessen in immer kürzeren Frequenzen zu beobachten sind. Es ist längst nicht mehr so, dass man mit einer Ausbildung in jungen Jahren für das ganze Berufsleben gerüstet ist. Stattdessen ist es notwendig, sich stets weiterzubilden.
Ein gutes Beispiel für ein sich rasant änderndes Berufsfeld ist der Bereich Agrar. Es erforderte schon vor Jahrhunderten viel Wissen über Tiere und Pflanzen, aber mittlerweile gehen die Anforderungen weit darüber hinaus und stellen sich viel komplexer dar. So können Landwirte nur dann erfolgreich wirtschaften, wenn sie genau den Markt analysieren. Sie müssen sich Bereiche aussuchen, die möglichst viel Gewinn abwerfen und somit die ökonomische Existenz sichern. Angesichts der Globalisierung und damit einhergehender billigen Konkurrenz, hoher Energiekosten und tendenziell sinkender Subventionen ist betriebswirtschaftliches Verständnis überlebenswichtig. Die Bezeichnung Bauer ist deshalb nicht mehr zutreffend, stattdessen bedarf es des Wissens eines Agrarökonomen. Neben der Entscheidung, welche Tiere gewinnbringend gehalten und welche Sorten angebaut werden sollten, müssen sich Landwirte auch um die Vermarktung kümmern. Sie müssen Verträge mit Lieferanten abschließen und ergänzend eine Direktvermarktung organisieren. Hoher Aufwand erfordert auch die Beantragung staatlicher Förderungen. Angesichts der verschiedenen Einnahmequellen, Lohnzahlungen und empfangener Subventionen sind schließlich auch Steuerangelegenheiten komplizierter als früher. Auch Berichtspflichten oder Kontrollen von Behörden sind mit vielen Schreibtätigkeiten verbunden.
Angesichts dieser Herausforderungen beschränkt sich ein moderner Bauernhof nicht mehr auf die Arbeitsbereiche Felder und Ställe. Ein gut ausgestattetes Büro mit PC-Möbel, Computer, Telefonanlage und zahlreichen Aktenordnern ist heutzutage Pflicht. Zumal auch in der Agrarwirtschaft zunehmend auf Computertechnik gesetzt wird, zum Beispiel bei der Fütterung von Tieren oder beim Melken von Kühen.
Deshalb verbringen Landwirte mehr Zeit im Büro.Ähnliche Beiträge zu diesem Thema hier im Blog: